Ich wollte einfach nur raus in die Welt.
Nachdem ich 2024 mein Abitur geschrieben hatte, wollte ich unbedingt raus in die Welt. Reisen, neue Länder kennenlernen, Erfahrungen sammeln, die es zuhause einfach nicht gibt. Meine Wahl fiel ziemlich schnell auf Südafrika, weil ich Tiere über alles liebe. Über das Internet bin ich auf Helping Hands 4 Wildlife gestoßen.
Ich flog Anfang des Jahres los und seitdem hat mich dieser Ort einfach nicht mehr losgelassen. Mit gerade mal 18 Jahren allein nach Südafrika zu reisen, war für mich eine große Überwindung. Mir war bewusst, dass diese Reise mich auf viele Arten prägen würde. Dass ich mich aber Hals über Kopf in diesen Ort mit all seinen Menschen und Tieren verlieben würde, war selbst für mich nicht vorhersehbar.
Schon ab der ersten Minute auf der Farm war spürbar, wie viel Liebe und Herzblut in diesem Ort steckt. Affenrufe in der Morgensonne, Hunde, die einen überschwänglich begrüßen, der Ausblick auf die Natur und Berge. Man kommt an und ist sofort mittendrin. Und merkt schnell: Hier wird mit unfassbar viel Hingabe und Spaß gearbeitet.
Affen, Hunde, Schweine, Gänse, – was will man mehr? Unsere täglichen Aufgaben reichten vom Gehege reinigen über Affen füttern bis zur Versorgung aller anderen tierischen Mitbewohner. Jedem tierischen Bedürfnis wurde selbstverständlich nachgegangen. Klar, körperlich konnte das schon mal anstrengend werden, aber das war nie ein Problem. Denn egal, was anstand, es hat immer Spaß gemacht. Das gemeinsame Anpacken mit den anderen Volunteers und dem Staff, das Lachen zwischendurch, die kleinen Insider-Witze, die nach drei Tagen entstehen. Das macht Helping Hands zu dem, was es ist.
Wer während der Babyseason auf der Farm ist, darf außerdem zur Zieh-Mama oder -Papa werden. Und auch wenn manche Nacht zwischen Milchflaschen und Baby-Geräuschen kurz wird, sind diese winzigen Fellbündel jede Stunde Schlaf weniger wert.
Elli lässt jeden Volunteer sofort spüren, dass sie ihre Tiere und diesen Ort von ganzem Herzen liebt. Und genauso fühlt man sich als Volunteer auch behandelt: Egal, was man braucht, eine extra Pause, einen Tee, eine Antwort auf die tausendste Frage, ein Pflaster, ein Gespräch über Heimweh oder einfach jemanden, der zuhört, Ellie und das ganze Team sind immer da. Bei den großen Dingen genauso wie bei den kleinen. Diese selbstverständliche Fürsorge ist etwas, das man so nicht überall findet.
Auch außerhalb der Arbeit gab es so viele schöne Momente: Grillabende, bei denen sich die Gespräche bis in die Nacht ziehen, Ausflüge zu Ararat zum Pizza essen, lange Abende unter dem südafrikanischen Sternenhimmel. Es sind genau diese kleinen Dinge, die zusammen das große Ganze ergeben und die einen diesen Ort noch viel mehr vermissen lassen, als man vorher gedacht hätte.
Man könnte sagen, ich war schockverliebt. Und zwar so sehr, dass ich schon nach einem Monat wiederkam … und dann nach acht Monaten nochmal. Und die nächste Reise ist selbstverständlich auch schon in Planung. 🙂
Helping Hands ist mehr als nur eine Farm in Südafrika. Es ist ein Ort voller Schönheit, Zusammenarbeit und Liebe. Wer also überlegt, auch Affen-Mama oder -Papa zu werden: Do it. Wer weiß, vielleicht stehen wir dann mal zusammen im Gehege. 😉
Madleen, Volunteer aus Deutschland
Helping Hands for Wildlife lebt von Menschen, die unsere Vision teilen. Mit #teamvervet verbinden sich Menschen aus aller Welt, die Verantwortung übernehmen und aktiv etwas bewegen möchten.
Werde Teil unserer Reise – gemeinsam geben wir verwaisten und verletzten Tieren eine zweite Chance.